Schlachthof-Gelände

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Das Schlachthof-Gelände ist ein unmittelbar an die Lahn und westlich an die Gießener Innenstadt angrenzendes Gelände, das nach dem sich auf ihr befindlichen Gießener Schlachthof benannt ist. Es wird im Westen und Norden durch den August-Balzer-Weg bzw. die Rodheimer Straße, sowie im Osten und Süden durch die Schlachthofstraße begenzt.

Schlachthof

Der Gebäudekomplex

Der Gießener Schlachthof besteht primär aus einem Gebäudekomplex, dass sich um das ursprüngliche Schalchthofgebäude seit den 50er Jahren gebildet hat. Der Zentralbau des Schlachthofes wurde in den Jahren 1908 bis 1913 im Jugenstil erbaut und steht unter Denkmalschutz. Hauptmerkmal des verschachtelten, lachs- und cremefarbenen verklinkerten Bauwerks ist der massive Uhrenturm. Er wurde überwiegend als Schlacht- und Durchfahrtshalle genutzt.[1]
Weitere bauliche Elemente des Schlachthof-Geländes sind die Maschinenhalle, das Kesselhaus und die verschiedenen Verbindungsbauten. Insbesondere in den Nachkriegsjahren sind zahlrichen Anbauten und Hallen unterschiedlicher Größe und Nutzung entstanden.

Aufgabe des Schlachthofes und weitere Nutzung

Überraschend teilte der Betreiber des Schlachthofes, die Firma Emil Färber GmbH & Co, im Sommer 2012 mit, dass seit dem 1. August 2012 kein Schlachtvieh vom Schlachthof mehr angenommen würde. Grund dafür seien Auflagen des Veterinäramtes, die umgehend hätten erfüllt werden müssen. Deren Kosten wären jedoch aufgrund rückläufiger Zahlen nicht darstellbar.[2]
Das endgültige Aus hingegen kündigt sich zum Jahresende 2014 an. Bis dahin arbeitet das Unternehmen als reiner Zerlegebetrieb weiter.

Das geplante Wohngebiet inkl. Parkhaus und denkmalgeschütztem Schlachthof-Gebäude

Mit der Aufgabe des Schlachthofbetrieb ging die Frage um die zukünftige Nutzung einher, die mit dem Konzept, das Schlachthofgelände in ein Wohngebiet umzuwandeln beantwortet wurde. Ein Großteil des Plangebietes (zwischen August-Balzer-Wegm Rodheimer Straße und Schlachthofstraße) soll demnach zukünftig einer Wohnnutzung zugeführt werden, die gemeinsam mit dem denkalgeschützten Teilen des ehemaligen Schlachthofes in ein durchgrüntes Wohnumfeld eingebettet sei. Das neue Wohnquartier soll aus insgesamt 8 Stadtvillen mit vier bzw. fünf Vollgeschossen zuzüglich eines Staffelgeschosses sowie 16 zweigeschossigen Reihenhäusern mit Garten sowie darüber gelegenen Geschosswohnungen auf 3 Ebenen, die sich einerseits um die denkmalgeschützten Bestandsgebäude des Schlachthofes gruppieren und andererseits zur Lahn hin öffnen, bestehen. Insgesamt sollen dort ca. 120-160 Wohneinhiten errichtet werden, die verschiedenene Zielgruppen (junge Familien, Generation 50+) mit unterschiedlichen Grundsrissypen (2-5-Timmer-Wohnungen) ansprechen sollen. Darüber hinaus für das ehemalige, denkmalgeschützte Schlachthofgebäude große, offene Loftwohnungen sowie Büro-, Atelier- und Galerienutzungen als nicht störendes Gewerbe angestrebt. Die Erhaltenswerten Raum- und Fassadenstrukturen sollen nach Rückbau des ehemaligen Schlachthofes auf die denkmalgschützten historischen Baukörper erhalten bzw. wieder hergestellt werden. Die Grünflächen des Quartieres sollen möglichst naturnah gestaltet und mit dem Lahnufer vernetzt werden, womit eine hohe Wohnumfeldquaität erstrebt wird.[1]
Zum Lärmschutz des neuen Wohnquartieres soll angrenzend zu den Messehallen der Hessenhalle ein fünfgeschossiges Parkhaus unmittelbar angrenzend an die Stellplatzfläche der Messe Gießen GmbH errichtet werden. Sowohl durch diese, als auch durch zusätzliche Stellplätze am Lehmweg und am August-Balzer-Weg soll das Parkplatzangebot zugunsten der angrenzenden Hessenhalle wesentlich erweitert werden. Darüber hinaus sichere die Änderung die Entwicklungsabsichten der Stadtwerke Gießen, zusätzliche Anlagen zur Wärmespeicherung zu errichten, planungsrechtlich ab.[1]
Aus der bisher durchgeführten Unterrichtung der Öffentlichkeit sowie der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sind bereits erste Anregungen und Stellungnahmen eingegangen. Diese konnten bisher im Rahmen der Erstellung des Bebauungsplanentwurfes vollständig berücksichtigt werden und schlagen sich dementsprechend in den planungsrechtlichen Festsetzungen nieder. Sie bestehen u.a. aus einer verkleinerung des Parkhauses, einer begrünung der Parkhausrückseite und einem größeren Abstand zwischen Stadtvillen und Parkhaus. Einzig konnten im Zuge mehrerer Abstimmungsgespräche mit der Messe Gießen GmbH, in denen eine gemeinschaftliche Parkhauslösung zwischen der zukünftigen Wohnbebauung und für Messezwecke angestrebt wurde, keine Einigung über die Errichtung eines gemeinsamen Parkhauses erzielt werden.[1] Die Rechtlichen Grundlagen hierfür entstanden durch den Einleitungbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes, der von der Stadtverordnetenversammlung am 10.04.2014 einstimmig beschlossen wurde.[3] Der darauffolgende Entwurfsbeschluss liegt zur Abstimmung bei der anstehenden Versammlung am 09. Oktober 2014 den Stadtverordneten vor. [1]

Zeitungsartikel:


Dokumente


Galerie

Schlachthof-Gelände/Galerie


Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Bebauungsplan G 54 "Hessenhalle", 2. Änderung (Teilgebiet Schlachthof) hier: Entwurfsbeschluss zur Offenlage - Antrag des Magistrats vom 17.09.2014
  2. Gießener Allgemeine: Seit 1. August: Schlachthof nimmt kein Schlachtvieh mehr an (06.08.2012) (Archivierte Version)
  3. Bebauungsplan GI 54 "Hessenhalle 2. Änderung, Teilgebiet Schlachthof "; hier: Erneute Einleitung zur Änderung eines Bebauungsplanes, Antrag des Magistrats vom 04.03.2014, Vorlage: STV/2062/2014

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